Zagreb

Die Reise nach Zagreb von Augsburg aus war recht entspannt, nachdem ich München passiert hatte. Die Verkehrssituation in und um München am Morgen ist anstrengend. Danach ging es dann entspannt und mit nur kurzen Unterbrechungen (Maut für Österreich und Slowenien, Zusatzmaut für bestimmte Streckenabschnitte, Grenzkontrolle Kroatien) durch bis nach Zagreb in ein nettes kleines Hotel in einem Mehrfamilienhaus. 44 Euro die Nacht und dafür ein kleine Appartement mit Küche, Dusche, WC und Schlafzimmer. Kann man nicht meckern.
Fußweg in die Innenstadt waren um die 15 Minuten – ich musste ja auf jeden Fall mal kurz erkunden, wo man Fußball schauen und was ordentliches zu essen bekommen konnte.

Straße Richtung Zentrum
Altes Kino

In der Innenstadt gibt es eine kleine Fußgängerzone und den zentralen Platz auf dem auch Fußball gezeigt werden sollte.

In der Nähe des Zentrums steht die modernere Architektur

Leider regnete es am Mittwoch pünktlich zur ersten Halbzeit, die ich, weil es nicht so schlimm war dennoch draußen angeschaut habe.

Leichter Nieselregen zu Spielbeginn
Aber ein ganz guter Blick auf die Leinwand

Der Harndrang trieb mich in der Halbzeit in eine Kneipe und brachte mir einige Erkenntnisse:
• Der Gedanke die Halbzeit zu nutzen, um Bier wegzubringen ist beliebt,
• in einer Kneipe regnet es nicht (ok – das wusste ich vorher auch schon) und
• es gibt dort sowohl einen Fernseher
• als auch eine Theke mit freien Plätzen.
Die Summe dieser Erkenntnisse bewegte mich dazu, bei einem weiteren Getränk an eben jener Theke zu warten, bis alle Anderen ihre Geschäfte erledigt hatten und dann die zwischenzeitlich angebrochene zweite Spielhälfte zu nutzen, um mich ebenfalls zu erleichtern.
Hätte ich bloß die Wartezeit genutzt um zu diesem Zeitpunkt 5 Euro auf ein Weiterkommen von Kroatien zu setzen – nicht auszumalen, welchen Reichtum ich nun mein Eigen nennen könnte…

Wie dem auch sei – ein Tipp an alle, die in ihren Lokalen Fußballspiele zeigen – schaltet die Standby-Funktion des Fernsehers aus! Denn sonst kann es, wie hier geschehen, dazu kommen dass der Fernseher sich nach 10 Minuten der zweiten Halbzeit ausschaltet. Man kann sich den Unmut der Gäste vorstellen. Das Bild war auch schnell wieder da, aber der Ton, der eben noch über die Lautsprecher der Gaststätte übertragen wurde, konnte bis zum Ende des Spiels nicht mehr aktiviert werden …
Mich hat es nicht so sehr gestört, weil ich eh nur die Namen verstanden habe, aber mit bisschen Stadionatmosphäre wäre es doch netter gewesen. Früher gab es mal bei Sky – oder hieß es da noch Premiere?, eine Möglichkeit, nur den Sound aus dem Stadion zu hören und nicht den Kommentar. Das gibt es leider nicht mehr…

Wie dem auch sei, nach den 120 Minuten war die Kneipe ruckzuck leer und alles auf dem Platz davor.

Jubel, Trubel, Heiterkeit
Gute Aussicht
Warum ein Bad in der Menge nehmen, wenn es doch einen Brunnen gibt?

Eine wunderbare Stimmung, Freude und fröhliche Gesänge prägten das Bild auf dem Platz und auf den Straßen war der unvermeidliche Autokorso unterwegs – ich hoffe inständig, dass alle gesund geblieben sind. (Auf der Motorhaube ist ein ziemlich gefährlicher Platz während der Fahrt…)

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